Die Form der Fahrzeugfront beeinflusst Verletzungen
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Die Form der Fahrzeugfront beeinflusst Verletzungen
Bedingungen beim Kopfaufprall wie Ort, Winkel und Geschwindigkeit zählen
Wie schwer sich ein Fußgänger bei einem Verkehrsunfall mit einem Auto verletzt, hängt maßgeblich von der Form der Fahrzeugfront ab. Dies ergab ein Testverfahren zum Fußgängerschutz, das die Technische Universität (TU) Berlin entwickelte. Besonders die Bedingungen beim Kopfaufprall wie Ort, Winkel und Geschwindigkeit würden durch die Form der Fahrzeugfront beeinflusst, sagte Matthias Kühn, der das Forschungsprojekt durchführte. Jedes Jahr sterben 6000 Fußgänger im Verkehr.
Hauptunfallursache ist die Kollision mit einem Pkw. Gefährlich für Fußgänger seien vor allem die Motorhaube und ihre seitlichen Kanten. Außerdem könne ein Aufprall auf den Übergangsbereich zwischen Haube und Kotflügel zu schweren Verletzungen führen.
Einen Airbag für Fußgänger hat Toyota bereits im Oktober 1995 vorgestellt - bis in jedes Auto hat er es nicht geschafft. Drucksensoren an der Stoßstange des Autos melden demnach einen heftigen Zusammenstoß und sorgen in Sekundenbruchteilen für das Aufblasen zweier Airbags, die in der Motorhaube untergebracht sind. "Der Airbag soll Kopfverletzungen mindern, wie sie bei Fußgängerunfällen typisch sind", erklärte der Leiter der Produktinformation von Toyota Deutschland (Köln), Wolf-Henning Fanslau. Die Wirkung des "Kopfkissens" auf der Motorhaube wurde mit Fußgängerdummies getestet.
EU-Parlament beschließt Aus für starre "Kuhfänger" an Autos
Starre Frontschutzbügel an Geländewagen und anderen Autos werden künftig EU-weit verboten. Das Europa-Parlament sprach für eine Richtlinie aus, die solche Kuhfänger an Neufahrzeugen untersagt. Die EU-Kommission lobte die Entscheidung der Abgeordneten. Das EU-Gesetz verbessere die Sicherheit von Fußgängern bei Unfällen.
Nur biegsame Bügel, die nachweislich einen Sicherheitsgewinn an bestimmten Fahrzeugen bringen, sollen weiter genehmigt werden. Dazu müssen die Anbauten einige Prüfungen bestehen, in denen unter anderem ihr Vermögen zur Aufnahme von Aufprallenergie getestet wird. Bereits vom 1. Juli 2005 an sollen nach Angaben aus dem Parlament keine Typengenehmigungen für starre Bügel mehr erteilt werden. Die Richtlinie gilt auch für leichte Transporter bis 3,5 Tonnen.